★ Softwareentwicklungsprozesse entwickeln sich mit der Zeit

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Das Dreyfus Modell klassifiziert das Erfahrungsniveau von einzelnen in ihrem Arbeitsfach. Ein Beispiel: Fehlt Salz in der Suppe benötigt der Küchenlehrling exakte Angaben in Gramm. Der Chefkoch schmeckt ab, wirft eine Prise Salz in die Suppe und es passt. Er könnte dem Lehrling aber nicht sagen, wie viel Gram richtig wären; eine Prise eben.

Im Artikel Our Development Process: 50 Months of Evolution beschreibt Michael Dubakov die Veränderung im Softwareentwicklungsprozess seiner Firma über vier Jahre. Sie begannen mit festen Regeln. Diese Regeln wurden mit der Zeit von flexiblen Best Practices abgelöst.

Offensichtlich haben sie wie der Lehrling zu Beginn klare Vorgaben gebraucht und handeln nun eher aus ihrer Intuition heraus. Das Dreyfus Modell scheint also auch für Gruppen zu gelten.

Man sollte diese Erkenntnis berücksichtigen, wenn man neue Methoden und Prozesse in seinen Teams einführt. Zuerst bedarf es klarer, strikter Reglen; mit der Zeit handelt man automatisch und die Reglen können flexibler werden.